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Meinungen und Erfahrungsberichte

Hier finden Sie die Meinungen und einige Erfahrungsberichte von mehreren Personen, die bereits mit dem AYPT (und IYPT) zu tun hatten.
Die Texte wurden von den jeweiligen Personen selbst verfasst.

Timotheus Hell

Timotheus Hell Timotheus Hell

Etwa ein Jahr vor der Matura habe ich mir gedacht, ich sollte etwas unternehmen, das mir hilft, mich für ein Studium zu entscheiden. Die Teilnahme am PlusKurs Physik in Salzburg schien da geeignet, meine Erwartungshaltung war, dass ich mich darauf aufbauend wohl für ein Physikstudium entscheiden werde. Es kam natürlich ganz anders, die Entscheidung zur Teilnahme hatte noch viel weiterreichende Konsequenzen für meinen Weg als ich erwartet hätte. Prof. Lindner vom akademischen Gymnasium in Salzburg gestaltete den PlusKurs als Vorbereitung auf das AYPT, unser Team - bestehend aus Menschen, die ich inzwischen zu meinen engsten Freunden zähle, schaffte es dort 2006 auf Anhieb ins Finale. Ursprünglich war eine (möglichst nicht blamable) Teilnahme in Leoben schon unser ganzes Ziel – doch vom „Sieg“ (bestes österreichisches Team, im Finale standen wir mit der Slowakei und Polen) motiviert entschied ich mich die Maturareise abzusagen und stattdessen zum IYPT nach Bratislava zu fahren. Von der Idee des AYPT begeistert bin ich natürlich dabei geblieben, bin dem Verein beigetreten, habe angeregt und geholfen die Website neu zu gestalten, war bei allen kommenden AYPTs in Leoben dabei und bin mit dem Nationalteam bis nach China geflogen. 2010 war sicher das bisherige Highlight, denn wir durften das IYPT in Wien austragen und ich bin Mitglied im Executive Committee des IYPT. Ist der Plan, über die Teilnahme ein Studium zu finden aufgegangen? Ja - Ich studiere Telematik, also Informatik und Elektrotechnik, an der TU Graz. Auch nur, weil ich damals beim AYPT dabei war, aber das ist eine andere Geschichte…


Markus Kunesch

In der sechsten Klasse machte mich mein Klassenvorstand auf das AYPT aufmerksam. Das wiener Team brauchte noch Teilnehmer für das Turnier in Leoben. Es waren nur mehr zwei Wochen Zeit bis zu dem Wettbewerb und ich hatte noch nie etwas Vergleichbares gemacht, umso intensiver bereiteten wir uns dann jedoch vor. Mit der für das AYPT üblichen individuellen Betreuung an der Uni Wien brachte man mich und drei Teamkollegen zum AYPT in Leoben. Wir schafften es bis ins Finale und dort auf Platz zwei, was meine Erwartungen weit übertraf. Ich hatte das AYPT ursprünglich nur als eine einmalige Sache geplant, als ich dann aber beim Wettbewerb gefragt wurde, ob ich ins internaionale Team für das Turnier in Trogir wolle, sagte ich natürlich sofort zu. Dies war eine der besten Entscheidungen jemals. A- und IYPT wurden zu wichtigen Bestandteilen meines Lebens.

Beim IYPT in Trogir, Kroatien, konnten wir uns nach einem sehr erfolgreichen Turnier den vierten Platz sichern. Da die meisten im Team noch jung genug für eine nochmalige Teilnahme waren, kamen wir hochmotiviert aus dem Wettbewerb hervor: Das Ziel war das Finale des nächsten IYPTs. Schon im Sommer begannen wir mit den Vorbereitungen und setzten diese im Herbst einmal wöchentlich an der Uni Wien fort. Beim AYPT wurde das Team Wien wieder zweiter, geschlagen nur vom Bischöflichen Gymnasium Graz. Mit mehr Zeit als im vergangenen Jahr flog das neue Nationalteam bestens vorbereitet nach China. Das Turnier war in allen Belangen herrausragend. Einerseits war es ein einmaliges Erlebnis, ein Land wie China so hautnah zu erleben, andererseits waren wir im Turnier sehr erfolgreich. Wir kamen wie erhofft ins Finale und konnten uns dort sogar den zweiten Platz sichern.

Beim AYPT lernte ich zum ersten mal, selbstständig eine Theorie zu entwickeln und diese zu überprüfen, Experimente zu organisieren, auszuwerten und die Ergebnisse zu präsentieren. Das alles sind Fertigkeiten, die für viele Berufe unbedingt notwendig sind, die aber in der Schule meist nicht vermittelt werden. Im AYPT sind so viele motivierte Leute aus allen Bereichen und Bundesländern involviert, dass sich eine Vielzahl an Möglichkeiten öffnet. So konnte ich zum Beispiel die Lösung, die ich im Finale des IYPTs in China präsentiert hatte, in einer Fachzeitschrift veröffentlichen! Meine Studienwahl wurde durch das IYPT auch maßgeblich beeinflusst: Ich studiere jetzt theoretische Physik mit Mathematik in Cambridge. Dort ist man als ehemaliger IYPTler nicht allein: Gleich in meiner ersten Woche traf ich einen Deutschen und einen Neuseeländer, die ich beide beim IYPT in China kennengelernt hatte. Überraschend ist das nicht: Das IYPT hat mich sehr gut auf das Studium vorbereitet, denn viele der beim IYPT erlangten Fähigkeiten, lernen die meistens erst an der Uni.

Das IYPT bringt also nicht nur einen neuen Freundeskreis in Österreich, sondern auch Freunde in aller Welt. Ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen!


Camilla Ladinig

Camilla Ladinig Camilla Ladinig

Drei Mal machte ich beim AYPT mit, zuerst als Mitglied unseres Schulteams und zuletzt als Timekeeper. AYPT war für mich mehr, als nur der Physikwettbewerb an sich, denn in der Vorbereitungszeit in der Gruppe und später in den Wettbewerben schloss ich Freundschaften mit Leuten, die ich sonst wahrscheinlich nicht näher kennen gelernt hätte. Das gemeinsame Ausarbeiten der Probleme verbindet, man lernt gemeinsam Rückschläge nicht hinzunehmen, sondern motiviert weiterzuarbeiten und wenn man auch bei den Wettbewerben selbst natürlich alles für sein Team gibt, um möglichst weit vorne zu sein, so fühlt man sich doch wie in einer großen Familie von Menschen mit den selben Interessen. Durch das Rahmenprogramm lernt man Leute von anderen Schulen und aus anderen Ländern kennen und ich habe nicht nur in Physik viel gelernt, sondern auch meinen Horizont erweitern können. Obwohl ich beim heurigen Wettbewerb wegen meiner Matura nicht mehr teilnehmen konnte, habe ich immer noch Kontakt zu jungen Leuten aus Australien, Mexiko oder Neuseeland. Das IYPT, an dem ich 2 Mal teilnehmen durfte, weil ich ins österreichische Team geholt wurde, hat auch mein heutiges Leben beeinflusst, wäre ich doch sonst nicht auf die Idee gekommen, für ein Jahr nach Polen zu gehen! In der Vorbereitung auf die internationalen Wettbewerbe wurden wir von Professoren der Uni Wien unterstützt und haben positive Eindrücke des Zusammenhaltens auch zwischen Lehrern und Schülern gewonnen.

Ich sehe AYPT und auch IYPT also nicht nur als Chance, sich in einem Team zu bewähren, sondern vor allem auch als Persönlichkeitsbildung und ich kann nur jedem empfehlen, dieses Gefühl der Gemeinsamkeit auszuprobieren!


Ulrike Regner

Ulrike Regner Ulrike Regner

Unter den vielen Wettbewerben und Veranstaltungen, an denen ich im Laufe meiner Schulzeit teilgenommen habe, nimmt das AYPT bzw. IYPT für mich eine ganz besondere Stellung ein. Und auch jetzt noch, lange nach dem Schulabschluss, ist dieser Bewerb ein fixer Bestandteil meines Lebens. Begonnen hat meine Begeisterung durch die Teilnahme am nationalen und internationalen Bewerb im Jahr 2006. Schon das Bearbeiten der Problems im Team stellte einen sehr kreativen und produktiven Prozess dar, der sich nahezu über ein ganzes Schuljahr erstreckte. In der Endphase der Vorbereitungen und auch noch während des nationalen Wettbewerbes stellte sich immer mehr heraus, dass wir unter Druck ungeahnte Produktivität und Effizienz erreichten. Ich hatte damals das Glück, mit einem zwar unerfahrenen, aber hochmotivierten und sehr leistungsfähigen Team anzutreten. Diese beiden Wettbewerbstage in Leoben zählen sicher zu den prägendsten Erfahrungen meiner Schulzeit. Zwar auch fachlich, aber viel mehr noch in den Bereichen Teamwork, Arbeits- und Zeitmanagement, Präsentationstechnik und Umgang mit der englischen Sprache habe ich dadurch viel gelernt.

Motiviert durch dieses Erlebnis ging ich auch die Arbeit für den internationalen Bewerb in Bratislava an. Leider gab es im Vorfeld einige organisatorische Schwierigkeiten und so gelang es nicht annähernd, ein ebenso engagiertes und qualifiziertes Team als internationale Mannschaft aufzustellen. Trotzdem versuchten wir damals, das beste aus der Situation herauszuholen und tatsächlich trug die Vorbereitung an der Uni Wien, bei der Professoren unsere Lösungen mit uns überarbeiteten, zahlreiche Früchte, für den Bewerb ebenso wie für jeden Teilnehmer persönlich. Dieser direkte Kontakt zur universitären Lehre ist für Schüler kurz vor der Studienwahl überaus wertvoll und hilft, den Übergang von der Schule zur Universität zu erleichtern.

Die Kontakte zu meinen jüngeren Mitstreitern, die 2007 nocheinmal teilnehmen konnten, und zum Organisationsteam haben dazu geführt, dass ich dem Bewerb auch nach Studienbeginn treu blieb. Ganz allgemein in der Organisation, als Vereinsmitglied, in der Vorbereitung der jeweiligen Teams, als Timekeeper im nationalen Bewerb, als Betreuer bei den internationalen Bewerben oder mit eigenen Initiativen zur positiven Entwicklung des Bewerbes – zu tun gab es immer genug. 2010 war die Organisation des IYPTs in Wien ein weiterer Meilenstein in meiner persönlichen YPT-Geschichte. Als Mitglied des LOCs habe ich über viele Monate daran mitgearbeitet, auf vielfältige Art und Weise, dass im Juli 2010 schließlich ein sehr erfolgreiches IYPT in Österreich stattfinden konnte. Auch dies brachte mir wieder viele wertvolle Erfahrungen, die man im normalen Uni-Alltag niemals machen würde.

Ganz besonders betonen möchte ich auch, dass mir die anfangs kollegialen Bekanntschaften rund um das AYPT einge meiner besten Freunde beschehrt haben. Das gemeinsame Engagement, über Jahre hinweg, für eine Sache, die allen am Herzen liegt – das schweißt unheimlich zusammen. Diese Freundschaften verdanke ich nur dem AYPT. Ich habe mir nie groß Gedanken gemacht, was wohl der nächste Schritt sein wird und wie ich mich für die Sache weiter engagieren könnte, aber die Gelegenheiten ließen nie lange auf sich warten. Auch in Zukunft wird sich das kaum ändern – und ich freue mich darauf, diese Gelegenheiten weiterhin wahrzunehmen!


Georg Hofferek

Georg Hofferek Georg Hofferek

Meine Erfahrungen mit dem AYPT und dem IYPT in wenigen Sätzen zusammenzufassen ist eine schwierige Herausforderung, denn noch nie zuvor ist mir ein facettenreicherer Wettbewerb untergekommen. Schon in der Vorbereitungsphase fand ich heraus, dass Team-Arbeit viel mehr als nur ein Wort ist und das für eine gute Zusammenarbeit einiges an Organisationstalent vonnöten ist. Doch trotz anfänglicher Unsicherheiten fand ich gemeinsam mit meinen Kollegen immer mehr Spaß an der Herausforderung. Wir genossen es sehr, dass uns seitens unseres Lehrers in der Vorbereitung ein großes Maß an Selbstständigkeit zugestanden wurde. Und auch, wenn ich sehr viel meiner Freizeit dadurch im Physik-Labor verbracht habe, so möchte ich keine Sekunde davon missen.

Als große Ehre habe ich es auch empfunden als Teil der Nationalmannschaft Österreich beim internationalen Turnier, dem IYPT, zu vertreten. Besonders auf die beiden Jahre 2000 und 2001, in denen ich als Team-Captain unsere Mannschaft zu sehr guten Endplatzierungen (2001 versäumten wir den Einzug ins Finale nur um 0.6 Punkte) führen durfte, blicke ich mit Stolz zurück.

Unzählige Male dachte ich auch schon an die vielen Dinge zurück, die ich beim oder durch das AYPT und IYPT gelernt habe. Physikalisches Fachwissen, wissenschaftliche Arbeitsweisen, Englischkenntnisse (besonders Fachvokabular), rhetorische Fähigkeiten, um nur einige zu nennen. In sehr vielen Situationen war ich bereits überaus froh, diese Erfahrungen und Kenntnisse gesammelt zu haben.

Auch habe ich durch das AYPT und IYPT viele nette Leute im In- und Ausland kennengelernt. So war es für mich beinahe selbstverständlich dem Turnier auch nach meiner Matura treu zu bleiben. Und so kam es, dass ich seitdem in der Organisation des AYPTs behilflich bin.

Die Struktur des AYPTs und IYPTs hat mich von Anfang an fasziniert. Und wenn ich heute von den Zuschauerplätzen aus einen Fight verfolge, dann juckt es mich oft in den Fingern aufzustehen und noch einmal als Opponent aufzutreten.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das AYPT und IYPT zu den prägendsten Erfahrungen meines Lebens zählt und dass ich nur jedem, der sich für Physik, Wissenschaft und Forschung interessiert raten kann, sich diese Erfahrung keinesfalls entgehen zu lassen.


Fachbereichsarbeit "The Experience IYPT"

Georg Hofferek, ehemaliger AYPT und IYPT Teilnehmer hat im Jahr 2001 im Rahmen der Matura eine Fachbereichsarbeit über das IYPT verfasst, welche unter anderem den Bewerb aus der Sicht eines Teilnehmers erläutert, einige beispielhafte Lösungen zu Problems der Jahre 1999 und 2000 beinhaltet und Tipps für Neueinsteiger gibt.

News

2016-01-03 — AYPT 2016

Infos , Ausschreibung und vorläufiges Programm sowie Änderungen des Reglements des AYPT 2016 sind ab sofort verfügbar!

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2015-11-08 — Erfahrungsbericht IYPT 2015 in Thailand

Ein Artikel von Luisa Schrempf über das IYPT 2015 in Thailand.

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2015-10-05 — Generalversammlung 2015

Die Generalversammlung 2015 findet am 28.11.2015 statt.

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